| Der Schlüssel zur Weisheit |
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10. August 2008 Schlüssel verlegt und schon wieder zwei Namen verwechselt? Derartige kleine Fehlgriffe im Alltag sind zwar ärgerlich, aber nicht unbedingt ein Zeichen von nachlassender Gehirnleistung. Im Gegenteil. Mit dem Alter steigt die Anzahl an Informationen, derer wir uns gleichzeitig bewusst sein können. Ganz klar, dass es da mal zu Verwechslungen kommen kann. Aber insgesamt sehen Gehirnforscher in dieser Eigenschaft einen klaren Vorteil. So schneiden ältere Versuchspersonen zwar häufig bei Konzentrationsaufgaben schlechter ab und scheinen sich leichter durch unnötige Details ablenken zu lassen. Keine verlorene Zeit, erklärt Lynn Hasher von der Universität in Toronto. In einem Zweittest, bei dem just die unnötigen Details aus der ersten Runde Bedeutung bekommen, schnitten die scheinbar „unkonzentrierten“ Personen deutlich besser ab als die jüngere Vergleichsgruppe. Ein potentieller Schlüssel zur Weisheit ist also diese breitere Aufmerksamkeit, die Fähigkeit, auch kleine Details bewusst aufzunehmen. Denn Einzelheiten, die zwar zur Erreichung des momentanen Ziels unwichtig sind, können im nächsten Moment bedeutend sein. So fasst Jacqui Smith von der Universität Michigan zusammen: Diese Forschungsergebnisse stimmen mit unserem Konzept von Weisheit überein. Wenn ältere Personen mehr Informationen einer Situation aufnehmen und diese auch noch mit ihrem umfangreichen Hintergrundwissen kombinieren, haben sie einen netten Vorteil. Referenz:Healey, M.K.; Campbell, K. L. & Hasher, L. (2008) Cognitive aging and increased distractibility: Costs and potential benefits. Progress in Brain Research, Vol 169, p 353-363 |



